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Neuseeland - Landschaften am anderen Ende der Welt. Teil 2: Die Südinsel

Georg van den Bruck, 7. Januar 2014

Neuseeland Süd: Blick auf den Mirror Lake

 

Die neuseeländischen  Südalpen, 3756 m hoch, bilden im Westen das Rückrat der Insel und steigt das Gebirge weiterhin an, da sich die indisch-australische Erdplatte unter die Südinsel schiebt. Ganz im Südwesten ist die Küste durch Kerbtäler und Fjorde stark zerklüftet und durch tief eingeschnittene Flusstäler unterbrochen. Östlich der Hochgebirge dehnen sich Moränen- und Schuttlandschaften zur großen Hochebene (Canterbury Plains) mit Hartgrassteppen und eiszeitlichen Seen aus. Hier befinden sich die großen Weidegebiete für die Rinder-, Schaf- und Hirschzucht. In den küstennahen Hügellandschaften und im flachen Süden, sowie im Norden der Südinsel wird intensiver Obst -, Wein- und Gemüseanbau betrieben.

 

Die Pflanzenwelt  hat sich vor etwa 220 Mio. Jahren eigenständig entwickelt und wird als Gondwanaflora bezeichnet. Ursprünglich lebten auf den Inseln (außer 2 Fledermausarten) keine Landsäugetiere, das führte dazu, dass die Vogelwelt kein Fluchtverhalten zeigte und somit vielfach das Fliegen verlernt hat. So lebten in früheren Zeiten hier, die größten, inzwischen ausgestorbenen, flugunfähigen Vögel der Welt, die „Moas“ (Körpergröße ca. 3,30 m). Die wenigen, heute noch lebenden Exemplare der flugunfähigen Vögel, Kiwi, Tekahe und Kakapo gehören zu den seltensten Vogelarten der Welt und müssen heute zu ihrem Schutz auf vorgelagerte Inseln umgesiedelt werden. Schweine, Hunde, Katzen, Ratten, Mäuse, Iltis, Marder und Fuchskusu (Possum), von den Siedlern eingeführt, haben die einheimischen Tiere fast ausgerottet.

 

Die geringe Zahl der Menschen, machen die Inseln zum Anziehungspunkt für Abenteurer und Naturkundler, Tierfilmer und Fotografen, Segler und Extremsportler, aus aller Welt.