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Der Braunkohle-Tagebau Garzweiler II und seine Folgen

Dipl.-Geogr. Barbara Weinthal, Dipl.-Geol. Olaf Holtrup, 6. Oktober 2009

Der Braunkohle-Tagebau Garzweiler II beeindruckt mit imposanten Dimensionen. Er ist eines der größten, von Menschenhand geschaffenen Löcher an der Erdoberfläche. Die riesigen Schaufelbagger fördern im Zeitraum von 2006 bis 2045 jährlich rund 40 Mio Tonnen Braunkohle und bewegen zusätzlich etwa die vierfache Menge an Abraum. Die benachbarten Kraftwerke decken mit der geförderten Braunkohle einen großen Teil des Strombedarfs in Nordrhein-Westfalen.

 

Der erwünschten wirtschaftlichen Nutzung der Braunkohle stehen aber gravierende soziale und ökologische Folgen gegenüber. 7600 Menschen wohnen im 48 qkm großen Abbaugebiet, verlieren ihre Heimat und müssen umgesiedelt werden. Damit der Tagebau nicht voll Wasser läuft, muss der Grundwasserspiegel abgesenkt und niedrig gehalten werden. Dies hat große und in der Öffentlichkeit wenig bekannte Auswirkungen auf die gesamte Region. Flussläufe und Quellgebiete müssen verlegt werden, so z.B. die Niersquelle, es kommt zu Problemen in der Trinkwasserversorgung der umliegenden Ortschaften, zu Schäden an Gebäuden, zum Austrocknung von Gewässern und Feuchtgebieten.

 

Auf Einladung des Naturwissenschaftlichen Vereins Wuppertal stellt der Fachbereich Umweltschutz der Stadt Mönchengladbach diese Thematik dar, verdeutlicht sie an Beispielen und erläutert die Gegenmaßnahmen.