Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite

Neuseeland - Landschaften am anderen Ende der Welt. Teil 1: Die Nordinsel.

Georg van den Bruck, 1. Oktober 2013

Neuseeland Nordseeinsel Blick auf White Island

Blick auf White Island (Bild: G. van den Bruck)

 

Neuseeland besteht aus zwei Haupt- und vielen kleineren Inseln. Es liegt auf der Nahtstelle von zwei großen Erdplatten, der Pazifischen- und der Indisch-Australischen Platte und ist dadurch ständigen Erdbeben und Vulkanausbrüchen ausgesetzt. Vor allem die Nordinsel ist mit der dominierenden Landschaftsform des Vulkanismus überformt. Die höchste Erhebung finden wir im Zentralen Bergland, es ist eine aktive Vulkangruppe um den Mt. Ruhapeu, 2797 m, im Tongarire Nationalpark. Die aktive Vulkaninsel White Island liegt 70 km vor der Ostküste in der Bay of Plenty. Eines der größten Geothermalgebiete ist Rotorua mit vielen Geysiren und Schlammtöpfen. Im Westen erleben wir den Vulkan, Mt. Taranaki, heute Mt. Egmont ein eindrucksvoller Stratovulkan (Fujijamatyp) er ist der heilige Berg der Maoristämme. Die Küstenlandschaften mit ihren zahlreichen Inseln und Buchten zählen zu den schönsten Neuseelands. Die ersten Siedler, die Maori, kamen aus Polynesien und nannten Neuseeland, „Das Land der langen weißen Wolke“, die Europäer fügten hinzu, „am schönsten Ende der Welt“. Zwei drittel der Einwohner,  ca. 4,5 Mio. leben auf der Nordinsel, 1,5 Mio. allein in Auckland. Ganz im Süden der Nordinsel liegt die Hauptstadt Wellington. Die Entfernung zu anderen Ländern wird mit 1600 – 2000 km angegeben. Kein Wunder wenn sich die Tier- und Pflanzenwelt seit ca. 80 Mio. Jahren isoliert und eigenständig entwickelt hat. So findet man hier Pflanzenarten deren Ursprung aus der Gondwanazeit, vor ca. 220 Mio. Jahren, basiert. Erst mit der Entdeckung und der Besiedelung der Inseln durch die Europäer, im 17. u. 18. Jh., wurden Land-Säugetiere eingeführt, mit all ihren negativen Folgen für die heimische Tierwelt und die natürliche Entwicklung des Landes. Die großen Urwaldgebiete mit Riesen-Kauribäumen, wurden fast vollständig abgeholzt und konnten nur noch Reste erhalten werden. Heute ist der Massentourismus, mit all seinen negativen Auswirkungen, eine weitere Gefahr für die immer noch wunderschöne Landschaft Neuseelands. Mit der Ausweisung von Nationalparks und Naturschutzgebieten versucht man die vorhandenen Restebestände der Urwälder zu sichern und zu schützen.