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Der trauernde Blick - die nun ausgestorbenen Feuerland-Indianer aus Sicht von Martin Gusinde SVD

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Franz Gusinde, 5. März 2013
Feuerland-Indianer

Feuerland-Indianer (Foto: Martin Gusinde)

 

Vor ca. 90 Jahren hatte Martin Gusinde SVD auf vier Forschungsreisen tiefe Einblicke in das Leben, die Sitten, Mythen und Glauben der damals noch als kleiner Rest vorhandenen Feuerlandindianer gewinnen können. Martin Gusinde hat mit einer Plattenkamera eindrucksvolle Bilder von den Indianern gemacht. Eine Auswahl davon erzählt eben von dem Leben, von Freude und Trauer, von Hochzeit und Tod , von Jugendweihe und Männerzeremonie und von der Ausrottung der südlichsten Indianerstämme.

Der Entdecker, Kapitän Magellan, nannte die südlichste Gegend Südamerikas Feuerland, weil er beim Durchsegeln der nach ihm benannten Passage nachts immer wieder Feuerschein und tagsüber Rauchsäulen erblickte. Diese Feuer waren für die Indianer insofern überlebenswichtig, weil sie kaum eine Kleidung kannten und wegen der meist sehr feuchten und kühlen Witterung sich daher immer wieder am Feuer aufwärmen mussten.

Darwin und andere frühere Reisende belegten die Indianer mit herablassenden, ja tödlich wirkenden falschen Darstellungen, denen Martin Gusinde nun die Würde der Indianern gegenüberstellt und mit Hochachtung von ihrem den Unbillen der dort herrschenden Umweltsituation angepassten Leben berichtet.

Wir hören von der Geschichte und vom Leben der Selk´nam als Landnomaden, sowie den Yamana und Halaqwulup als Wassernomaden.