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Besuch des Arboretums Härle in Bonn-Oberkassel

Am 20.04.2013 besuchte die Botanische Sektion das Arboretum Härle in Bonn-Oberkassel.
Am 20.4.2013 trafen sich 11 botanisch interessierte Vereinsmitglieder in Bonn-Oberkassel, um unter der Führung von Gärtnermeister Thomas Wittmann das Arboretum Härle zu erkunden. Durch das schöne Wetter der letzten Woche war schlagartig der Frühling in der Rheinebene eingezogen. Thomas Wittmann führte zunächst durch den alten Teil des Gartens und erläuterte die Baugeschichte. Im alten Teil befinden sich noch Baumriesen aus der Zeit der Entstehung des Gartens um 1870: 2 Zedern (Cedrus atlantica , Cedrus libani), eine Weihrauchzeder (Calocedrus decurrens), ein Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum) und ein Ginkgobaum (Ginkgo biloba). In den 20er Jahren des 20. Jhdts. baute Carl Härle das ursprünglich neogotische Landhaus von F.C.Rennen  im Stil der Neuen Sachlichkeit um und pflanzte besondere Bäume und Sträucher. Die 1930 eingerichtete Erwerbsgärtnerei oberhalb der Büchelstraße wurde 1975 aufgegeben und als „Neuer Garten“ in ein Arboretum umgewandelt. Die Töchter Härles gestalteten das Arboretum unter künstlerischen Gesichtspunkten, ein Beispiel dafür ist der „Gelbe Weg“, an dem Bäume, Sträucher und die Krautschicht in verschiedenen Gelbtönen miteinander harmonieren. Auch die Anpflanzung von Koniferen ist nicht zufällig, sondern immer unter gestalterischen Gesichtspunkten ausgewählt. Dabei muss herausgestellt werden, dass besonders Regine Härle bei der Auswahl der Gehölze und Sträucher von visionärem Weitblick war, denn sie musste sich vorstellen können, wie das Ensemble in 30 Jahren aussehen sollte! Heute ist der Park von einer Stiftung verwaltet und nur an wenigen Tagen im Monat für die Öffentlichkeit zugänglich.
Thomas Wittmann beschrieb die Arbeit des Gartenpersonals bezugnehmend auf die künstlerischen Vorgaben, beispielsweise der Darstellung von Sichtachsen, der Neugestaltung von Freiflächen, der behutsamen Rodung von Anpflanzungen und der Einbindung in die naturnahen Gegebenheiten . Die Teilnehmer hatten genügend Gelegenheit, alle Besonderheiten zu betrachten und den Erläuterungen zu folgen, sei es die Teichanlage, genannt „das Maar“, oder ein Bienenhotel, der Zimtahorn oder die neuen Rosenanpflanzungen, die Bewässerungsanlage, die noch aus der Zeit der Gärtnerei stammt oder die Anzuchtkästen für die Krautunterpflanzung.
Der Dank der Teilnehmer geht an Herrn Wittmann und an die Stiftung Härle, die den Teilnehmern einen nachhaltigen Aufenthalt im Arboretum Härle ermöglichte.