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Geschichte

Ein kurzer Abriss der Vereinsgeschichte

1846

Gründung des „Naturwissenschaftlichen Vereins von Elberfeld und Barmen" am 9.4.1846 durch Johann Carl Fuhlrott. Er gehört damit zu den ältesten naturkundlichen Vereinen Deutschlands. Fuhlrotts Wunsch war es , daß „...die hiesigen Freunde der Naturwissenschaft sich in ihren naturhistorischen Arbeiten und Bestrebungen gegenseitig unterstützen und namentlich zur Erforschung des naturhistorischen Materials in den Umgebungen Elberfelds ihre Kräfte vereinigen möchten...“

1877 

Fuhlrott leitet den Verein von 1846 bis zu seinem Tode im Jahr 1877. In dieser Zeit erscheinen die ersten vier Jahresberichte, in denen über die Veranstaltungen und Sammlungsaktivitäten berichtet wird.

1892 

Sammlungsteile verschiedener Mitglieder werden an die Stadt übergeben, dies war die Geburtsstunde des heutigen (mittlerweile bis auf weiteres geschlossenen) Fuhlrott-Museums.

1937 

Die drei aus den Zeiten vor der Städtevereinigung noch nebeneinander bestehenden naturwissenschaftlichen Vereine Elberfelds und Barmens schliessen sich zusammen. Der Verein erhält seinen heutigen Namen "Naturwissenschaftlicher Verein Wuppertal". In dieser Zeit war Professor Hermann Weyland, ein leitender Mitarbeiter der Fa. BAYER, Vorsitzender des Vereins. Weyland ist bekannt geworden durch seine aufsehenerregenden Funde und Beschreibungen der Wuppertaler Devonflora.

1946 

100 Jahre nach der Vereinsgründung steht der Verein vor einem Scherbenhaufen. Die vom Verein betreuten Sammlungen im Museum sind Opfer der Bombenangriffe geworden, das Vereinsleben ist weitgehend erloschen. Auch das Erscheinen der Jahresberichte, die vor dem 2. Weltkrieg in unregelmäßigen Anständen erschienen waren, ist seit 1938 eingestellt.

1959 

Mit Band 18 erscheint nach 21 Jahren wieder ein Jahresbericht. Seitdem allerdings erscheinen die Jahresberichte regelmäßig alljährlich. Die Herausgabe der Jahresberichte war und ist ein eindringliches Anliegen der Nachkriegsvorsitzenden Professor Arthur Hirsch, Dr. Heinz Lehmann, Dr. Wolfgang Kolbe sowie des amtierenden Vorsitzenden Wolf Stieglitz. Professor Hirsch hat die intensive Pflege der Jahresberichte damit begründet, daß in Vorträgen und Exkursionen nur eine Seite der Vereinsarbeit gesehen werden kann: „...einen weitaus größeren Raum nimmt das Forschen und Sammeln im heimatlichen Bereich durch Arbeitsgemeinschaften ein, die sich mit der Geologie, Fauna und Flora beschäftigen...Die Ergebnisse der Arbeit ... sollen nach Möglichkeit in den Jahresberichten veröffentlicht werden...“. Die Hefte wurden bis 2007 an etwa 300 Tauschpartner in aller Welt verschickt. Danach wurde der Tauschverkehr eingestellt.

1962 

Professor Hirsch leitet den Verein seit 1950 bis zu seinem Tode 1962, er ist seit 1945 ehrenamtlicher Leiter des Museums. Nach Prof. Hirsch wird der bekannte Ornithologe Dr. Heinz Lehmann Vorsitzender.

1966 

Die Stadtverwaltung Wuppertal besetzt die Leitung des Fuhlrott-Museums hauptamtlich durch Dr. Hans Sundermann.

1971 

Dr. Wolfgang Kolbe wird Direktor des Fuhlrott-Museums und leitet den Verein von 1971 bis zu seinem Tode im Jahr 2000. Hier wirkt sich die Symbiose zwischen Vereins- und gleichzeitiger Museumsleitung – ebenso wie seinerzeit bei Prof. Hirsch - außerordentlich fruchtbar für beide Teile aus.

2001 

Wolf Stieglitz wird Vorsitzender des Vereins. Seine Amtszeit wird von der Krise des städtischen Kulturetats überschattet.

2008

Im April wird das Fuhlrott-Museum bis auf Weiteres geschlossen, die bisherigen Ausstellungsräume sollen nach der Sanierung der Volkshochschule zur Verfügung stehen. Die Sammlungen wurden - durch Intervention des Vereins - in Museen in ganz Nordrhein-Westfalen integriert. Eine Rückführung nach Wuppertal wird unter keinen Umständen stattfinden.
Der Naturwissenschaftliche Verein findet glücklicherweise Unterstützung an der Universität Wuppertal. Dort wird ihm die Möglichkeit gegeben, seine Vortrags- wie auch Mikroskopieveranstaltungen fortzuführen.

2012

Ab Wintersemester 2012 findet der überwiegende Teil der Vortragsveranstaltungen in der Station Natur und Umwelt statt, zu der weitere Kooperationen bestehen.

2013

Der Verein hat mit Frau Dr. Antonia Dinnebier eine neue Vorsitzende. Zum ersten Mal in der Geschichte des NVW steht damit eine Frau an der Spitze des Vereins.

 

Zur Zeit besteht der Verein aus etwa 260 Mitgliedern, etwa 50% stammen aus Wuppertal, die anderen aus der näheren und weiteren Umgebung, einige aus dem Ausland. Ein umfangreiches Programm mit mehr als 100 Veranstaltungen im Jahr macht den Naturwissenschaftlichen Verein Wuppertal e.V. zu einem der erfolgreichsten naturkundlichen Regionalvereine in Deutschland. Der Verein ist in sieben Sektionen und eine Jugendgruppe unterteilt. Die Veranstaltungen sind im Programm mit bestimmten Symbolen gekennzeichnet, um auch dem interessierten Laien einen schnellen Zugang zu „seiner“ Disziplin zu ermöglichen. Gäste sind bei allen Veranstaltungen herzlich willkommen!